BIG BROTHER IS WATCHING YOU!!
Tja, da gehe ich doch manchmal ins Internet und gebe bei Google die sechs Zauberwörter ein - und schau dann mal so, was über diesen Satz oder über das Buch so geschrieben und getuschelt wird. Voila! Da bin ich. Ich habe das Buch "Ich stehe nicht mehr zur Verfügung" auch schon gelesen - mehrmals - so lange, bis ich es für "sehr gut" befunden habe - und hab es dann dem Verlag zur Veröffentlichung geschickt ...
Ich freue mich sehr, dass es euch so gefällt. Logisch! ... und ähmm, dass ihr mein Aussehen auch nicht gerade abgewertet habt ...
Und extra dafür habe ich mich nun hier eingeklinkt und in diesem Forum angemeldet. Das Foto ist ein bisschen unscharf, ist aber gerade auch schon sehr spät und ich habe keine Lust, es irgendwie schärfer hinzubekommen. Aber ihr habt es ja sowieso schon entweder auf dem Buch oder auf meiner homepage gesehen (auf der ich jetzt übrigens noch ein paar mehr Fotos unter meiner "Person" veröffentlicht habe - unabhängig von eurer Diskussion - .... ehrlisch!)
Nun zu dir, Sister. Respekt und Bewunderung und Freude von mir, dass dir durch diese innere Stimme der Einfall mit deinem Vater kam. Das freut mich gerade so sehr, weil ich beim Schreiben des Buches ja auch immer die Grenzen gespürt und gewusst habe, dass ich gar nicht alles dem Leser aufschreiben kann, weil es so unendlich viele Aspekte gibt ... und ich habe gehofft, dass die Leserin die Anregungen so verwenden kann, dass sich dann auch selbst Lösungen entwickeln können. So geschehen bei dir. Hach, einfach klasse!
Übrigens: Es heißt nicht "Systematische" sondern "Systemische" Aufstellung, denn so systematisch läuft das oft gar nicht ab ... im Gegenteil
Das mit der inneren Stimme: Mit ihrer Hilfe habe ich viele Jahre mich selbst "therapieren" können. Sie hat mir richtig systematisch geholfen, damals Stück für Stück meine seelischen Ungleichgewichte zu (er)lösen. Und letztendlich bin ich dann mit meinen Sichtweisen und Erfahrungen dort gelandet, wie ihr es in meinem Buch erlesen könnt. Ich konnte sie noch dadurch besser zum Vorschein bringen und mit ihr kommunizieren, indem ich meine Gedanken und Fragen aufgeschrieben habe. Dann stand es auf dem Papier, ich konnte loslassen, und es bildete sich eine Reaktion oder Antwort in mir. Gleichzeitig lernte ich das Schreiben.
Tja, das mit dem "Olaf Jacobsen manifestieren" hat wohl ein bisschen geklappt, gelle? Hier bin ich nun ...
Sister, ich hatte da so einen Gedanken beim Lesen deiner Zeilen. Du klagst ja darüber, eine bestimmte Sorte von Männern anzuziehen. Mein Gedanke war, dass du dabei auf jeden Fall lernst, immer klarer und schneller diese Männer zu erkennen. Mein Tipp: Wenn das nächste Mal dich ein Mann anspricht, dann fühle in dich hinein, ob er wieder so eine ähnliche Dynamik hat - und dann erlaube dir, dich zu distanzieren. Du sagst, du bist immer sehr nett. Wer sagt denn, dass man das immer sein muss? Vielleicht hast du in diesem Fall das Grenzensetzen zu lernen? Und dazu musst du erst einmal wissen, wann welche Grenze angemessen wäre, so dass diese unangenehmen Folgen ausbleiben. Also musst du natürlich erst einmal diese Sorte Männer kennenlernen (was dir ja wohl gerade oder schon länger passiert) - bis du sie sozusagen schon von Weitem erkennen und dementsprechend distanzierende Signale senden kannst.
Vielleicht spüren diese Männer, dass du deine Grenzen sehr spät setzt und interpretieren dort eine Chance hinein?
Deine Erkenntnis: "Ich kann nur Liebe bekommen, wenn ich mich selbst liebe." emfpinde ich schon als stimmig, doch was bringt sie dir? Ich glaube nicht, dass du dich nicht selbst liebst. Ich glaube sowieso, dass es keinen Menschen gibt, der sich nicht selbst liebt. Diese Selbstabwertung ist meiner Ansicht nach nur eine bestimmte schmerzhafte Form der Selbstliebe ... aber egal, wie man es definiert. Die Frage ist: Was könnte dauerhaft helfen?
Du hast das Problem, einen Mann zu finden, den du lieben kannst. Könnte es sein, dass du gar nicht dazu kommst, diesen Mann zu finden, weil du so viel Zeit mit denjenigen verbringst, die dich lieben? Stelle dir einen Filmstar vor, der vor einer großen Menschenmasse steht, durch die er hindurch müsste, um zu seinem Ziel zu gelangen. Alle wollen ein Autogramm von ihm. Und er ist so nett, allen eins zu geben, mit jedem ein Wort zu wechseln, etc. Das braucht ewig, bis er durch die Masse hindurchgekommen ist und sein Ziel erreicht hat. Derjenige jedoch, der einfach nur lächelnd und grenzensetzend durch die Menge geht, gelangt schneller zu seinem Ziel.
Was hältst du von diesem Gedanken?
Warum dürfen wir nicht auch unsere Seite lieben, die anderen Menschen Grenzen setzt? Warum meinen wir immer, "offen" sein zu müssen? Dabei sind wir unseren eigenen Bedürfnissen und Wünschen gegenüber verschlossen und erlauben sie uns nicht. Nach außen sind wir offen, aber gegenüber uns selbst nicht. Da stimmt doch was nicht. Also, ich empfinde mich als "besonders offen", wenn ich mir auch erlaube zu sagen: "Du, ich stehe dir mal gerade nicht zur Verfügung (oder auch für längere Zeit nicht - oder gar nicht)".
Das ist so ähnlich, wie das, was Aira sagt: "Mach einfach ´ne andere Ansage!"
Was spiegeln dir diese Männer? Dass ihnen deine Grenze weh tut. Sie bekämpfen deine Grenze, wenn du dich zurückziehst. Sie wollen deine Grenze verändern und schaffen es vielleicht, dir auch ein schlechtes Gewissen zu machen.
Bekämpfst du selbst deine Grenzen? Empfindest du sie als "unhöflich"? Das könnte vielleicht der Spiegel sein.
Wenn andere dich zum "Weiterentwickeln" gebraucht haben, dann kann ich dich hier nur bestätigen. Das ist nicht überheblich. Das ist eine Wahrnehmung von dir. Die anderen haben etwas durch dich lernen können. Und du? Du hast lernen können, dass andere etwas von dir lernen können. Das ist auch ein Lernprozess. Genauso bin ich auch zu meinen Erkenntnissen gekommen. Ich hatte mehrere Beziehungen, in denen ich "zur Verfügung" stand. Und das war ein Segen für mich. Ich habe dadurch sowohl die Muster anderer Menschen kennengelernt als auch selbst gelernt, damit umgehen zu können - und vor allem habe ich gelernt, welche Rollen, die ich einfach nicht ablegen konnte, am Ende einen intensiven Sinn für mein Gegenüber hatten - und auch für mich, um mein Gegenüber besser verstehen zu lernen. Du lernst Menschenkenntnis. Mit jeder Beziehung, die du genau beobachtest.
Zu dem "Ich liebe dich so, wie du bist" gehört für mich auch das Rollenspiel. Manchmal spiele ich gegenüber meiner Partnerin eine "Rolle", in der ich wütend bin, mich distanziere, ihr Vorwürfe mache. Das heißt dann nicht, dass ich sie nicht so liebe, wie sie ist - nur oberflächlich scheint es so, dass ich sie kritisiere. Indem ich die Rolle annehme, ihr also Vorwürfe mache, liebe ich auch die ungelöste Dynamik in ihr, die mich zu diesem Rollenspiel einläd - ihre ungelöste Abwehr gegen ihren vorwurfsvollen Vater z.B. - und ich biete ihr dadurch die Chance, durch die Situation zu reifen, ihre Abwehr gegen Vorwürfe IN der Situation genauer zu beobachten und IN der Situation entspannen zu lernen. Natürlich mache ich es nicht bewusst. Ich merke hinterher erst den Sinn. In der Situation frage ich mich oft, was ich hier eigentlich mache, doch ich vertraue meinem Gefühl und beobachte einfach, was entstehen will, wehre mich nicht dagegen oder werte mich dabei nicht ab.
So, jetzt habe ich mich hier erst einmal ein wenig ausgelassen - das genügt für heute.
... gehe schlafen.
Ich freue mich, euch "gefunden" zu haben. Danke, für den Manifestationswunsch!
Ach ja: Herzliche Einladung zu den kostenlosen Workshops nach Karlsruhe. Das einzige, was ihr bezahlen müsst, ist die Reise und die Übernachtung. Das müsste doch gehen, oder?! Ist nur noch eine Terminfrage. Termine (ungefähr alle 2 Monate am Wochenende) stehen auf meiner homepage in-resonanz.net
Gute Nacht!