Guten Abend
Lieber Olaf,
nein, man kann in einem Buch sicherlich nicht alle Aspekte festhalten oder mit einbeziehen, dazu gehört aber eben auch, dass man als Leser bei solch einem Buch mitarbeitet – beim Lesen oder dann, wenn man es auf sich wirken lässt. Ich lese oft nur wenige Seiten oder Abschnitt für Abschnitt, um dann darüber nachzudenken. Manchmal blättere ich ein-zwei Kapitel zurück und lese es noch mal, um es zu verinnerlichen oder weil ich später dann etwas begriffen habe, was bei mir vorher noch nicht angekommen war.
Das Thema ist manchmal etwas schwierig – für mich – zu verstehen, manche Aspekte sind mir so fremd, doch ein paar Tage und Denkanstösse weiter, verstehe ich es.
Das ist der Grund, warum ich das Buch schon seit Wochen habe und noch kein Einzigstes Mal hinten ankam

Okay – dann Systeeeemische, nicht Systemaaatische Aufstellung – ich Dummerchen, werd´s mir merken *lach*
Dass ich vieles Aufschreibe, um Antworten zu bekommen, lerne ich zwar schon länger, habe es aber erst seit Kurzem wirklich begriffen. Wenn ich so lebe, öffnet sich mir sovieles und alles wird leichter. Ich hing bisher immer über dem "Verarbeiten der Vergangenheit durch Aufschreiben der Vergangenheit" - Jahre um Jahre... so hat man es mir beigebracht und so hab ich gedacht wäre es richtig. Mittlerweile bin ich schlauer und schreibe nicht mehr über die ach-so-schlechte

Vergangenheit, kaue sie zum zigsten Mal durch, sondern über die wundervolle, manchmal geheimnisvolle Gegenwart

Olaf Jacobsen zu manifestieren hat tatsächlich geklappt, ja *lach* Du glaubst gar nicht wie fasziniert ich bin und auch so manche Freunde von mir, die meine Äusserungen und „Arbeit“ so kennen

Und wieder wird mir etwas bestätigt: denke nur kurz an etwas, WOLLE es, frag nicht wie, setz Dir keine Grenzen ob es überhaupt passiert und lass los (denk überhaupt nich mehr wirklich dran) - TSCHING – Your Wish is my command
So, nun zum Analysieren Deinerseits meines Männerprobs – auch wenn es mir grad mal peinlich war, dass so öffentlich breit zu treten *lach* aber egal – das ist des Autoren „Schicksal“

Ich habe mir Gedanken über das gemacht, was Du geschrieben hast, Du hast mich jedenfalls sehr genau verstanden. Danke

Und ich kann Dich bestätigen: stimmt, ich ERLAUBE mir nicht, mich zu distanzieren – ich traue mich nicht, ich habe Angst davor, das zu tun. Über die Gründe bin ich mir noch nicht ganz bewusst – da könnte es mehrere geben aus meiner Kindheit schon – vor allem auf meine eigene Ablehnungsmeinung bezogen:
- man mag mich nicht, wenn ich offen meine Meinung sage
- man bestraft mich, wenn ich offen meine Meinung sage
- das Gegenüber tut mir leid, weil ich nicht möchte, dass es sich schlecht fühlt, weil ich es abwerte, dadurch fühle ich mich schlecht
- man könnte mir dann sagen, was an mir schlecht ist und das will ich nicht hören
- man tut mir weh und bedroht mich, wenn ich weiterhin auf meine Meinung bestehe
So waren meine Erfahrungen immer schon.
Ich habe keine genaue Ahnung, doch das Pro-Blem habe ich seit letztem Jahr erkannt – als meine Heilerin mir sozusagen diagnostizierte, dass mein Halschakra unteraktiv wäre. Als sie mir die dazugehörigen „Fehler“ sagte, passte es genau auf die Punkte: ich traue mich nicht, meinen Mund aufzumachen in manchen Dingen. Obwohl ich eine Revoluzzerin genannt werde und auch gegen "Ungerechtigkeiten" kämpfe - so gibt es eben Situationen, Menschen, wo ich zu feige bin. Aber ich arbeite daran

Und das mit dem Grenzensetzen bringt mir die Gänsehaut auf, da es glaub ich wirklich der springende Punkt ist, genau wie das Beispiel mit der Menschenmasse – ich sehe sozusagen den Wald vor lauter Bäumen nicht, finde den richtigen Baum nicht, weil ich mich um alle Bäume kümmern will…
Ich habe wirklich erst durch das Lesen Deines Buches gelernt, mal zu sagen: ich stehe Dir nicht mehr zur Verfügung. Ich bin keine Ja-Sagerin, das ist es nicht – doch ich stand vielem zur Verfügung, weil ich NETT sein wollte, weil ich mich verpflichtet fühlte, oder eben weil ich Angsta hatte… doch mir geht es besser, seit dem ich eben genau diese Art von Grenzen anfange zu setzen…
Die Thematiken Rollenspiele sind sehr interessant das zu lesen und ich kann das bei anderen auch gut beobachten, analysieren – doch bei mir muss ich da noch einiges lernen. Aber ich lerne es kennen

damit ich es annehmen kann. Was mich oft verwirrt ist das Thema „Veränderungswunsch“ – da steige ich noch nicht ganz so gut durch, was das genau bedeutet, wo ich Veränderungswünsche habe – oder wo ich gerade irgendeine Rolle für irgendwen spiele. Aber ich bin ja auch noch ganz am Anfang des Lernens
Liebe Engel - dann ging es Dir genau wie mir
Alles liebe, Sister